Tropenwald auf Borneo: Orang-Utans und Nasenaffen oder Ölpalmen?

Die Ortsgruppe Gauting lädt herzlich ein zu einem Vortrag von Dr. Rudolf Nützel (Diplom-Forstwirt, Geschäftsführer der BN-Kreisgruppe München) über den Umgang mit bedrohten Arten im Angesicht von Palmöl-Plantagen am Dienstag, 07.03.2017, um 19.00 Uhr, im Bürger- und Kulturhaus Bosco, Oberer Kirchenweg 1, Gauting.

Mehr Informationen

Ornithologische Tage 2017

Auch dieses Jahr laden wir wieder Kinder und Jugendliche, die ihre Kenntnisse und praktische Fähigkeiten vertiefen wollen, zu unserem Seminar ein:

vom 01. bis 03.03.2017 im Naturschutz- und Jugendzentrum Wartaweil

Wir tauchen in die vielfältige Welt der Zugvögel am Ammersee und Starnberger See ein, besuchen das berühmte Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen und diskutieren über Ursachen des Artenrückgangs (z.B. Plastikmüll).

Weitere Informationen finden Sie auf unserem Flyer und Anmeldeformular


Volksbegehren gegen CETA

Der Bund Naturschutz wartet weiterhin auf die Zulassung des Volksbegehrens gegen CETA, da sich durch die Zusatzvereinbarungen an dem Abkommen nichts Substantielles geändert hat. Die Gefahr der Gentechnik bleibt und auch die Schiedsgerichte sind immer noch nicht vom Tisch. Es ist und bleibt ein schlechtes Abkommen. Auch wenn TTIP nicht kommt, bekommen amerikanische Großkonzerne mit Sitz in Kanada einen unnötig großen Einfluss auf uns. Wir fordern einen kompletten Neustart der Handelsabkommen, der sich an der Klimapolitik orientiert.

Mehr Informationen:
bit.ly/2hO6bIG

Machen Sie den CETA-Check:
aktion.bund.net/machen-sie-den-ceta-check


Der Bund Naturschutz schützt Mensch und Natur

Seit mehr als 30 Jahren konnte die Umgehungsstraße Weßling verhindert werden. Die Kreisgruppe hat sich für die Natur und die gefährdeten Arten eingesetzt – und damit für die Menschen, die Ruhe und eine intakte Natur brauchen. Bis vor das Verwaltungsgericht ist der BN gegangen, um als Anwalt für das Leben gegen die unsinnige Straße zu kämpfen.

Letztlich ist der Bau der Umfahrung mittels eines Bürgerbegehrens – ausgelöst von Hauptstraßen-Anwohnern – der Gemeinde Weßling vorgeschrieben worden. In Sonderbaulast musste gebaut und alles vorfinanziert werden. Ende November 2016 wurde die Straße eröffnet und soll den Verkehr von Seefeld kommend vor Weßling auf die A96 leiten. Doch genau dies muss bezweifelt werden. Nach fast drei Wochen, in denen die Umgehungsstraße für den Verkehr freigegeben ist, hat man leider nicht den Eindruck, als hätte sich der Verkehr in Weßling deutlich verringert.

Das Vorhaben ist ein gravierender Einschnitt in den Artenschutz des Fünfseenlandes. Immerhin neun Hektar Lebensraum wurden zerstört und teils versiegelt. Rote-Liste-Arten wie der Hirschkäfer und der Springfrosch sowie zahlreiche weitere Amphibien und Vögel werden durch die Zerschneidung eines fast unberührten Stückes Natur stark bedroht. Deshalb trauerte der BN bei der vorfristigen Verkehrsfreigabe am 28.11.2016 um die zerschnittene Landschaft und die leidtragenden Arten.

Das Staatliche Bauamt Weilheim hat zum Teil die vorgeschriebenen Kohärenzsicherungsmaßnahmen, welche zwei Jahre vor der Eröffnung hätten fertiggestellt werden müssen, nicht rechtzeitig erstellt und außerdem nicht gemäß Planfeststellungsbeschluss ausgeführt. Das verfolgt der BN weiter und verlangt die Einhaltung der Planfeststellung.

Bei der Eröffnungsfeier wurde durch gegenseitiges Schulterklopfen nochmal sichtbar, dass für den Bürgermeister von Weßling, die Verkehrspolitiker des Landkreises und das Staatliche Bauamt das Projekt richtig verlief. Die vorzeitige Fertigstellung kann jedoch nicht über die genannten Defizite hinwegtäuschen. Der Preis der zerstörten Heimat wurde nicht erwähnt.

Ob die Hoffnung begründet ist, dass der Verkehr in Weßling durch die Umgehungsstraße deutlich verringert und dadurch die Zerstörung der Natur gerechtfertigt wird, bleibt offen. Sogar im Starnberger Merkur, der bisher die Straße immer gelobt hatte, wurden diese Zweifel geäußert.

Artikel der Lokalpresse zu diesem Thema:
Kampf der Anwohner …
Unbekannte Umfahrung …
Viel Lob …
Weßling feiert …


Im Land der Autos

In Europa gilt überall ein Tempolimit auf Autobahnen, nur in Deutschland nicht. Im angeblichen Land der Klimaschützer betrügen Autohersteller jahrelang ungestraft beim Schadstoffausstoß, jede Menge neuer Straßen werden gebaut und wer kann, fährt SUV.

Zu dieser Logik passt das Verhalten des Straßenbauamtes Weilheim. Obwohl von Herrsching bis Weßling Tempo 70 gilt, muss auf den letzten 3,2 Kilometern bis zur Autobahn unbedingt mit 100 km/h gefahren werden. Die Zeitersparnis: 42 Sekunden. Klimafreundlich geht anders.

Naturfreundlich auch: die Maßnahmen für die Hirschkäfer sind nicht fachgerecht ausgeführt worden und müssen nachgebessert werden, Eidechsen werden an einem ungeeigneten Gelände eingesperrt und sogar das Anbringen von Reflektoren zur Abschreckung des Wildes wollte man anfangs erst einmal „juristisch untersuchen“, obwohl das Amt sie noch nicht einmal bezahlt. Ihre Wirksamkeit bezweifelt es, aber die angebrachten Schutzplanken seien „leicht abschreckend“ – auch bei Hase, Dachs und Fuchs?

Die Aussagen von Straßenbaumeister Probst zum Thema Wild sind nicht korrekt: auf der neuen Umgehungsstraße bei Unterbrunn sei es zu „einigen“ Wildunfällen gekommen. Das ist sagenhaft untertrieben. Es waren etwa 70 im ersten Jahr, bis an den Gefahrenstellen dann doch Tempo 70 eingeführt wurde. Die Tiere suchen sich auch keine „anderen Wege“. Es wird einfach in Kauf genommen, alle auszurotten, die gewohnt sind, diese Wege zu gehen.

Die Menschen freilich können einen argen Albtraum erleben, wenn sie so ein schönes Reh halb tot fahren. Nicht jeder ist so hart gesotten wie manche Straßenbauingenieure. Wer gar gegen ein Wildschwein kracht, kann schwer verletzt werden; das Fahrzeug wird in jedem Fall beschädigt.

Laut Süddeutscher Zeitung vom 08.11.2016 sei die Zahl der Unfälle auf der B2 bei Weilheim massiv zurückgegangen, seit dort 10 km/h weniger erlaubt sind (Tempolimit 70 km/h anstelle von vorher 80 km/h). Im Wasserschutzgebiet von Wörthsee soll ein Tempolimit 70 km/h nicht möglich sein?


Nach der Fertigstellung der 1,5 Kilometer langen Umgehungsstraße um Weßling setzt sich die Kreisgruppe Starnberg für ein Tempolimit 70 km/h ein.

Bei der Umgehungsstraße werden die angestammten Pfade der Wildtiere durchschnitten, so dass es vermehrt zu Wildunfällen kommen kann. Ein Beispiel hierfür ist der Neubau der Unterbrunner Straße; hier kam es kurz nach der Eröffnung der Straße zu vermehrten Wildunfällen. Das Gleiche ist jetzt in Weßling zu befürchten, zumal kein Wildschutzzaun eingerichtet wurde.

Weiterhin wurden »Hop-over-Bäume« und Sträucher gepflanzt, um Kollisionen mit Fledermäusen zu vermeiden, indem die Flugrouten über die Straße hinweg geleitet werden. Bis diese naturlichen Hindernisse und Leitsysteme gewachsen sind, vergeht einige Zeit. Folglich ist eine Geschwinddigkeitsbegrenzung auf 70 km/h sinnvoll, damit Fledermäuse erfolgreich ausweichen können. Dies trifft auch auf andere Wildtiere wie Rehe, Wildschweine und Füchse zu. Da aber nicht nur eine Kollision mit Tieren möglich ist, sondern auch eine mit Menschen, die den Wanderweg nach Wörthsee gehen, ist ein Tempolimit 70 km/h absolut essentiell.

Zudem bedeuten höhere Geschwindigkeiten eine höhere Lärmbelastung für die angrenzende Siedlung »Hohenrainäcker«, die nur wenige Meter von der Straße entfernt liegt. Diese, aber auch die ganze Umwelt, leidet unter dem erhöhten Schadstoffausstoß bei höheren Geschwindigkeiten.

In Ergänzung zu der Geschwindigkeitsbegrenzung fordert die Kreisgruppe Starnberg, dass Hinweisschilder aufgestellt werden, die auf einen vermehrten Wildwechsel hinweisen, und dass Reflektoren installiert werden, welche Wildtiere von einer befahrenen Straße abschrecken.


Die Vogelgrippe hat den Landkreis Starnberg erreicht

Der Verdacht auf Vogelgrippe hat sich bestätigt: Bei einer toten Reiherente in Feldafing wurde die hochansteckende Vogelgrippe H5N8 nachgewiesen.

Um den Ammersee und den Starnberger See wurden Schutzzonen eingerichtet. Hier ein Link zur Presseinformation vom 18.11.2016:

lk-starnberg.de/index.php

Auf einer Internetseite mit Fragen & Antworten informiert das Landratsamt Starnberg ausführlich über den neuesten Stand und die notwendigen Schutzmaßnahmen:

lk-starnberg.de/vogelgrippefaq

Findet man tote Singvögel, etwa im Garten, so besteht momentan kein Grund zur Sorge. Sichtet man aber tote Wasservögel, sollte sofort gehandelt werden. Dann ist umgehend das Veterinäramt des zuständigen Landkreises zu informieren. Tote Wasservögel darf man auf keinen Fall berühren oder gar mitnehmen.

Starnberger See & Landkreis Starnberg:
Tel. (08151) 148-383
veterinaerwesen@LRA-starnberg.de

Ammersee & Landkreis Landsberg am Lech:
Tel. (08191) 129-1374
vetamt@LRA-LL.bayern.de


Starnberger BN Nachrichten 2016

Die aktuelle Ausgabe unserer Mitgliederzeitschrift »Starnberger Bund Naturschutz Nachrichten« steht hier als PDF-Datei zur Verfügung (ein Mausklick auf das Bild genügt).

Wir informieren damit alle Mitglieder einmal jährlich über unsere Arbeit, den Stand von Projekten, sowie über Neuigkeiten aus den Bereichen Artenschutz und Pflege unserer Biotope.

Wir wünschen Ihnen eine angenehme und erhellende Lektüre.


Gerd Jäger spendet 1.300 Euro an den BN für den Flächenkauf

Die Veranstaltung »PopUpKunst« im Berger Marstall war ein voller Erfolg: Innerhalb von nur vier Tagen wurden mehr als 70 Skulpturen des Bildhauers Gerd Jäger verkauft, weitere zwölf wurden am Sonntagabend versteigert. Die Kreisgruppe Starnberg des Bundes Naturschutz in Bayern e.V. erhält 1.300 Euro als zweckgebundene Spende für den Flächenkauf im Landkreis Starnberg.

Mitte Oktober 2016 hatten die minimalistischen Holzskulpturen des Bildhauers Gerd Jäger aus Farchach einen großen Auftritt im ehemaligen Marstall von Schloss Berg. Schon am Abend der Vernissage fand fast die Hälfte der insgesamt 90 Exponate einen Käufer. Auch nach der ausverkauften Lesung von Jürgen Tonkel mit musikalischer Begleitung von Schorsch Hampel am Freitagabend wurde noch Kunst gekauft, ebenso an den insgesamt drei Ausstellungstagen.

Bei einem großen Finale kamen am 16. Oktober weitere zwölf Skulpturen in einer amerikanischen Versteigerung unter den Hammer. Die Versteigerung erzielte einen Erlös von 1.300 Euro, der nach dem Wunsch des Künstlers zu 100 Prozent an den Bund Naturschutz als zweckgebundene Spende geht.

Gerd Jäger, 1942 in Schönau geboren, lebt seit 1980 in Farchach. Er war Gründungsmitglied der Berger Grünen, die er zehn Jahre lang im Gemeinderat vertrat. Er ist Mitglied des Bundes Naturschutz in Bayern e.V. seit 1972, Vorstandsmitglied der BN-Ortsgruppe Berg und war von 2007 bis 2011 deren Vorsitzender. Am 20. März 2012 wurde Gerd Jäger mit der goldenen Ehrennadel des Bundes Naturschutz für sein jahrzehntelanges Engagement geehrt.

Gerd Jäger vor seinem Atelier in Farchach (Foto: Katja Sebald).
Versteigerung für den guten Zweck im Marstall Berg (Foto: Jörn Kachelriess).

Vor 20 Jahren wurden die Pläne für einen Golfplatz in Andechs ad acta gelegt

Am 01.07.2016 trafen sich engagierte Naturschützer zum 20. Mal auf dem sogenannten »BN-Green« bei Andechs. Nur dank des vehementen Kampfes der örtlichen Bauern und des BN konnte vor 20 Jahren der Bau eines Golfplatzes nordöstlich des Heiligen Berges verhindert werden.

Heute befinden sich dort Felder, auf denen neben Kornblume und Klatschmohn wieder viele andere Pflanzen blühen, die eine wichtige Lebensgrundlage für Vögel und Insekten darstellen.

Auf dem Grundstück – das der BN als »Sperrgrundstück« erworben hatte – bietet eine Hecke Lebensraum, Schutz und Nahrung.

Für sein jahrzehntelanges Engagement wurde Rudolf Burger die Goldene Ehrennadel des BN überreicht.


Aktuelles

24.05.2016 -Wer sich umweltfreundlich vor einer Stechmückenplage im eigenen Garten schützen will, sollte jetzt tätig werden und die Eier der Mücken entfernen und kleine Wasserbehälter ausleeren. weiter

02.05.2016 -Am 18./19. Mai will die EU-Kommission über die Glyphosat-Wiederzulassung entscheiden. Bisher wurde nicht abgestimmt, weil keine Mehrheit für eine Verlängerung der Zulassung zustande gekommen wäre. Als...weiter

22.04.2016 -Die Kreisgruppe Starnberg hat eine neue Schatzmeisterin. Nach über 20 Jahren im Amt hat Walter Follner die Betreuung der Finanzen an seine Nachfolgerin Verena Kellner aus Weßling übergeben. Heutzutage...weiter

30.03.2016 -Prof. Dr. Hubert Weiger bedankte sich auf einer Veranstaltung in Freising bei den Helfern des Wildkatzenmonitorings. Hier stellvertretend für die Helfer im Landkreis Starnberg bei Helene Falk, Jutta...weiter

09.02.2016 -Wörthsees Gemeinderäte haben Michael Klöter von Aldi-Süd erneut eine Absage erteilt.weiter

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