Ortsgruppe Starnberg

Herzlich willkommen bei der Ortsgruppe Starnberg!

Im Bereich Starnberg befinden sich rund 200 Biotope. Etwa 30 davon betreuen die aktiven Mitglieder der Ortsgruppe Starnberg regelmäßig.

Machen Sie mit: Natur und Landschaft entdecken, erfahren, schätzen, schützen

  • Heuaktionen
  • Biotoppflege
  • Amphibiensammlungen
  • Bau von Nistkästen und Insektenwänden
  • Wanderungen
  • Radltouren
  • Pflanzen- und Radlflohmärkte

Ihre Ansprechpartner sind:

Irmgard Franken, Vorsitzende, Esterbergstraße 4, 82319 Starnberg, Telefon (08151) 28309

Jochen Iwan, Stv. Vorsitzender, St. Michael-Straße 21, 82319 Starnber, Telefon (08151) 746246

 

 

Die Vorstandsmitglieder der BN-Ortsgruppe Starnberg (von links): Rudi Fuchs, Kerstin Täubner-Benicke, Jochen Iwan, Irmgard Franken, Susanne Röthig, Thomas Lenz (Foto: Andrea Jaksch).

Stammtisch der Ortsgruppe

Die Ortsgruppe Starnberg trifft sich in der Regel jeden letzten Mittwoch im Monat um 20:00 Uhr im Bayerischen Hof Starnberg.

Die nächsten Termine 2019 sind:

28. August
25. September
30. Oktober
27. November

Mitgliederbrief


Jahresprogramm 2019

 

Diverse Termine siehe Tagespresse         

Biotop-Pflegeaktionen, Heu rechen auf verschiedenen Biotopflächen

Saturday for nature - für Starnberg in Starnberg

So wie Friday for future fortgesetzt wird, so gibt es ab Sommer auch wieder Samstagsaktionen für die Starnberger Biotope.

Für nächsten Samstagvormittag, den 17.08.2019 ab 9.00 Uhr sucht der Bund Naturschutz noch Helfer, um nahe dem Altenheim in Percha einen artenreichen Hang abzurechen. Um 9 Uhr wird mit den Arbeiten begonnen. Seit einigen Jahren pflegen wir die Fläche. Insekten und Vögel brauchen strukturreiche Flächen. Nur durch regelmäßige Pflege bekommen die Blühpflanzen Luft und Licht und gedeihen besser. Gutes Schuhwerk und Arbeitshandschuhe werden empfohlen. Werkzeug und Getränke werden gestellt.

Treffpunkt: direkt an der Harkirchenerstraße (Richtung Manthal), ca. 200 m nach dem Altenheim / Malteserstift in Percha. Nachdem der Einsatz direkt neben der Straße stattfindet, ist auch eine kleine Verspätung kein Problem.

Samstag, 21.09.2019 15 Uhr Treffpunkt: am  Wasserwerk Starnberg (Maisinger-Schlucht-Straße)

Vom Wesen der Bäume und Sträucher – Wanderung entlang der Waldränder des Bachangers und des „Wilden Kaisers“ mit Thomas Lenz, Tel. 97 29 875
Dauer 2-3 Stunden - für Familien und Kinder geeignet

Mittwoch, 25.09.2019 19:30 Uhr Bayerischer Hof, Starnberg     

Jahreshauptversammlung der Ortsgruppe Starnberg mit Bericht des Vorstands und Vortrag Pilze im Fünfseenland von Peter Karasch, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Mykologie e.V.

Donnerstag bis Sonntag, 05.-08.12.2019 Christkindlmarkt Starnberg

Waffel- und Punschstand der BN Ortsgruppe

Jahresprogramm


"Die Starnberger Biotope" - Das Buch von Jochen Iwan

Am 18.12.2018 wird der Bildband von Jochen Iwan über die Starnberger Biotope der Öffentlichkeit präsentiert.

Es erscheint im Starnberger Kulturverlag und eignet sich als ganz besonderes Geschenk!

Die Schönheit der Blumen und Pflanzen vor unserer Haustür, ihre Einzigartigkeit und ihre Zerbrechlichkeit versucht die Ortsgruppe seit Jahrzehnten zu bewahren.

Helfen Sie mit!

Zum Inhalt:

Die Natur hat es gut gemeint mit Starnberg. Wie wenige andere Regionen hat sie die Stadt in der Fünfseenlandschaft nahezu verschwenderisch beschenkt und somit für reichlich Lebensqualität gesorgt, die die Bürger an ihrer Stadt seit jeher so schätzen. Nicht immer aber hat man sich in gleicher Weise revanchiert: Manch ambitioniertes Projekt machte einer ökologischen Stadtpolitik einen dicken Strich durch die Rechnung, manch heimische Art ist inzwischen vom Aussterben bedroht oder sogar bereits für immer verloren.
Hans-Jochen Iwan, Starnberger Bürger und Naturschützer der ersten Stunde, nimmt seine Leserinnen und Leser deshalb mit auf einen Spaziergang durch die hiesigen Biotope. Als ausgewiesener Kenner der Materie beschreibt er unsere Pflanzen- und Tierwelt, bietet Einblick in Lohn und Mühen des Naturschutzes und mahnt dazu, ökologische Kriterien sinnvoll in die Stadtpolitik zu integrieren. Ein umfangreicher Materialteil bietet Anregungen zur weiteren Beschäftigung mit dem Naturschutz, damit die Starnberger Landschaft auch weiterhin so artenreich und lebenswert bleibt, wie wir sie heute kennen.
Der Autor engagiert sich bereits seit vielen Jahrzehnten leidenschaftlich für den Starnberger Natur- und Umweltschutz. 1980 übernahm der gelernte Diplom-Ingenieur zunächst für zwei Jahre die kommissarische Leitung der Ortsgruppe Starnberg des BUND Naturschutz, 1982 schließlich deren Ersten Vorsitz. Dieses Ehrenamt übte er über zwanzig Jahre hinweg aus, seither berät er den Vorstand als Beisitzer. Parallel hierzu unterstützte er die Kreisgruppe und stand der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Starnberg beratend zur Seite. Hans-Jochen Iwan ist einer der Gründerväter der Starnberger Agenda-21-Bewegung (STAgenda21), deren Arbeitskreis Natur & Landschaft er seit 1997 leitet. Darüber hinaus ist er Mitglied zweier weiterer Arbeitskreise sowie Angehöriger des Lenkungskreises der STAgenda21. 2011 wurde er für seine langjährigen Verdienste vom Bayerischen Umweltministerium mit dem „Grünen Engel“ ausgezeichnet.


Der Geotag 2018 in der Starnberger Maisinger-Schlucht

Nachdem in 2017 Tutzing den Geo-Tag ausgerichtet hat, fand er dieses Jahr in Starnberg statt. Als Untersuchungsgebiet war im Vorfeld das Tal des Maisinger Baches samt seiner Einhänge bestimmt worden. Vier Teilbereiche waren zu untersuchen: Der sog. Bachanger, vom Starnberger Wasserwerk  bis zum Beginn der Maisinger Schlucht, das Grabensystem Schleißgraben – Brimmelgraben – Krebsengraben, alles kleine Schluchten bildende Gräben, die zum Maisinger Bach hinunter ziehen und sich kurz vor Erreichen der Talsohle zum Schleißgraben vereinigen, die Maisinger Schlucht sowie deren nördlich begrenzenden Hänge „Wilder Kaiser“ und „Berg- und Talbahn“. Zu groß war das Gebiet, zu kurz war die Zeit und zu wenig Experten hatten sich eingefunden, um dieses Vorhaben erschöpfend zu untersuchen. Über das, was bewältigt wurde, soll hier berichtet werden.

Das gesamte Gebiet ist überdeckt durch eine Reihe gesetzlicher Bestimmungen, die es samt seiner großartigen Topographie  und seinem reichhaltigen Artenvorkommen zu einem idealen Biotopverbund ausweisen. So liegen Maisinger Schlucht, „Wilder Kaiser“ und „Berg- und -Talbahn“ im FFH-Gebiet „Standortübungsplatz Maising“ und außerdem in einer Wasserschutzzone. Das Grabensystem liegt ebenfalls etwa zur Hälfte in der Wasserschutzzone und die Wiesen des Bachangers sind als Öko-Konto der Stadt Starnberg eingerichtet. Im gesamtem Bereich sind unabhängig davon eine Vielzahl von Biotopen ausgewiesen. Landschaftsschutz gilt sowieso.

Außerdem ist der Bachanger ein ideales, natürliches Hochwasser-Rückhaltebecken zum Schutze der Stadt Starnberg und dient zudem als Frischluft-Schneise für die Stadt. Von großer Bedeutung ist  das gesamte Gebiet als beliebter Naherholungsbereich für Starnberg und Söcking.

Der Samstag-Nachmittag war den Kindern vorbehalten. Es kam genau 1 Kind. Samt Papa. Also machten sich alle vorhandenen Erwachsenen, darunter sämtlich Experten, auf einen Rundweg durch den Bachanger. Begonnen wurde an den Klärbecken für das Söckinger Straßen-Regenwasser. Diese Wassermengen – und es sind bei Starkregen große Mengen, die Rohre bis 1,20 m Durchmesser benötigen – kommen an dieser Stelle durch ein im steilen Gefälle verlegtes Rohr über den Steilhang ins Tal herunter, wo sie in einem unterirdischen Tosbecken beruhigt werden und in einen ersten, runden Klärteich austreten. Hier gab es erste Funde von Potamogeteon natans und Potamogeteon crispus. Der zweite Teich ist komplett bedeckt mit Lemna minor, alle anderen Teiche nicht, was Verwunderung hervorrief. Viele Arten der Ufervegetation  kamen durch die Bepflanzung beim Bau der Anlage hier her, zum Beispiel die Schwanenblume und einige Carexarten. Inzwischen haben sich weitere Seggen angesiedelt. Der dritte Teich ist wieder frei von Lemna. In ihm ist eine Population von Teichmolchen bekannt, die aber leider nicht gesichtet wurden. Von hier gibt es einen ca. 1.50 m hohen, unter ca. 35 ° geneigten Absturz in das große Rückhaltebecken. Am Fuße des Absturzes hat sich ein vierter Weiher auf natürliche Weise ausgebildet. Dieser letzte Weiher ist das Haupt-Laichbiotop der reichlich vorhandenen Amphibien. Reich ist hier auch das Vorkommen von Libellen, allerdings konnten keine Seltenheiten gefunden werden. Die Liste der aufgefundenen Arten im Bereich der Klärbecken ist nicht sehr beeindruckend, obwohl nun, nach wenigen Jahren, nicht zu übersehen ist, dass sich die Natur hier mit Menschenwerk arrangiert, und nach und nach das Kommando übernimmt. Eine Art sei erwähnt, die einiges Kopfzerbrechen bei der Bestimmung bereitete: Das war Bromus inermis, die Wehrlose Trespe, ein bis zu 1,50 m hoch wachsendes Gras.

Ab der Weißen Kapelle verlief der Pfad entlang des nördlichen Ufers des Maisinger Baches nach Osten. Bach samt Ufervegetation, die sich im Osten zu einem kleinen Auwald erweitert, sind als Biotope kartiert.  Eine Besonderheit ist die seit über 60 Jahren bekannte Population von Pestwurz (Petasitis hybridus). Mit Glück konnte die schon bekannte Sommerwurz, Orobanche flava (RL3), gefunden werden, die auf der Pestwurz schmarotzt. Angrenzend an die Pestwurzpopulation fand sich ein großflächiger Bestand des Winterschachtelhalms (Equisetum hyemale), der auch schon seit Jahrzehnten beobachtet wird, beginnend mit einem Fleck von vielleicht 1 Quadratmeter bis zu den heutigen Ausmaßen von ungefähr 400 Quadratmetern. Ist es eine einzige Pflanze? Kurz nach dem Winterschachtelhalm war der Stadtrand von Starnberg erreicht und die Gruppe überquerte beim Wasserwerk das Tal, erfreute sich noch kurz am herrlichen Blau eines Natternkopfs (Echium vulgare), und trat gemächlich den Rückweg zum Basislager an. Auf etwa halber Strecke wurde hinauf gewechselt zum ehemaligen Versorgungskanal für die Turbine des Wasserwerks. Neben dem Kanal, der längst kein Wasser mehr führt, verläuft noch immer der alte Wanderweg, der gerne von Joggern und Spaziergängern genutzt wird. Hier gab es noch einmal zwei Höhepunkte. Zuerst ein Schmetterling, der den meisten Teilnehmern völlig unbekannt, aber sehr auffällig war: der Ulmen-Harlekin. Er sitzt auf der Oberseite von Blättern und sieht aus wie ein Vogeldreck. Das ist seine Tarnung. Über 30 Exemplare wurden gefunden. Der Höhepunkt des Bachangers ist aber das Langblättrige Hasenohr, welches Poelt schon in den 50er-Jahren des 20. Jahrhunderts für die Maisinger Schlucht angibt. Da der Begriff „Maisinger Schlucht“ mal eng, mal weit interpretiert wird, ist es möglich, dass es sich hier wieder um einen etwa 65 Jahre alten Bestand handelt.  Nach Erreichen des Basislagers wurde Literatur gewälzt, um letzte Unklarheiten zu beseitigen.

Hier finden Sie die gefundenen Falterarten und Pflanzenarten.


Demo#wir hams satt am 06. Oktober

Bei der Demo war auch Starnberger dabei.


100-jährige Stadt – 100-jährige Bäume

100-jährige Stadt – 100-jährige Bäume

Gewachsene Stadtgeschichte

Zum 100-jährigen Jubiläum der Stadt Starnberg laden wir ein, den Blick auf einige bekannte oder weniger bekannte „100-jährige“ zu richten. Sechs verschiedene „Stadtgeschichts-Bäume“ stellen wir in unserem Flyer vor. Sie erhalten ihn im ...  

weiterlesen ...

 

Zum Herunterladen:

Flyer-Teil 1

Flyer-Bäume

Flyer-Lageplan


Einsatz im Freien

Die Kostbarkeiten der Fauna und Flora auf Starnberger Flur liegen uns am Herzen. Im Gemeindegebiet Starnberg liegen über 200 Biotope. 30 davon betreut die Ortsgruppe regelmäßig. Diese Einsatzflächen addieren sich auf 20 Hektar, was einer Fläche von 40 Fußballfeldern entspricht. Wir kümmern uns, dass die artenreichen Halbtrockenrasen und Feuchtflächen nicht verfilzen, verbuschen oder verschatten. Vor allem die „Highlights“ der seltenen Pflanzen brauchen Licht und Luft, was nur durch regelmäßige Pflege sichergestellt werden kann. Also brauchen wir in der Zeit von August bis Oktober viele Hände, um die Heuarbeit zu erledigen. Das macht viel Freude und ist keineswegs nur Männerarbeit.

Zu den Besonderheiten im Landkreis Starnberg gehören auch die Springfrösche und Kammmolche, eine interessante Vielfalt bei der Fledermäusen, es brüten immer wieder Kiebitze, es trällern Gelbspötter und Feldlerchen ... . Wir versuchen die Tiere und die Lebensräume zu schützen.

Die Besonderheiten der intakten Naturflächen müssen erfasst, ausgewertet und dokumentiert werden. Nur so können wir Fakten beweisen, auf geschützte Naturwerte verweisen und überzeugend argumentieren, wenn unwiederbringlich Flächen verbraucht und vernichtet werden sollen.

Arbeiten im Jahreslauf

Frühjahr

Amphibiensammeln – Einsatzort: am Buchhof

Organisation des traditionellen Radl- und Pflanzenflohmarkts

Biotop-Beobachtungen

Heidelibelle

Sommer

Biotop-Wanderungen

Exkursionen

Naturerlebnisse für Kinder (Bachuntersuchung; Mitwirken beim Ferienprogramm)

Schmetterlingskartierung

Biotop-Beobachtungen

 

 

Herbst

Biotop-Beobachtungen

Biotop-Pflege: Mähen, Heurechen, Heu abtransportieren;

Winter

Biotop-Beobachtungen

Biotop-Pflege: Entbuschen

Stand am Starnberger Christkindlmarkt mit Biowaffeln und Biopunsch

Informationsveranstaltungen


Einsatz für die Organisation

All das muss organisiert werden. Das heißt telefonieren, mailen, schreiben, fotografieren, erfassen ...

 

Helferinnen und Helfer sind jederzeit willkommen

 

 

 

Nach oben


Unsere bisherigen Aktivitäten

Auf dieser Seite stellen wir unsere bisherigen Aktivitäten dar.