Erfolgreiches Volksbegehren " Rettet die Bienen"

Zahlreiche Mitglieder unserer Ortsgruppe haben sich an den Aktionen rund um das Volksbegehren beteiligt.


Reinigung der Würm

Nach zehn Jahren haben Taucher der Tauchschule Seaworld der Gemeinde Gauting und der Ortsgruppe Gauting wieder dabei geholfen, die Würm von Unrat zu befreien.

Fotos von der Aktion sehen Sie unten.

Aus den interessantesten Fundstücken wird die Jugendgruppe des Gautinger Kunstvereins eine Skulptur für den Rathausgarten bauen.

Der Starnberger Merkur hat über die gelungene Aktion und die vielen Helfer online berichtet.
Link zum Merkur-Artikel »Würm-Müll wird zur Kunst«

Und mit dem Artikel »Schrott-Skulptur landet in der Galerie« auch über das Ergebnis (Link).


Naturschützer pflegen Biotope

Am 04. Februar 2012 haben zehn aktive Mitglieder der BN-Ortsgruppe Gauting und drei Mitarbeiter der Initiative Heidebiotope der Kälte getrotzt und rund drei Stunden lang 500 Meter des Biotops »Alte Gautinger Gleistrasse« entbuscht und von herumliegendem Gehölzschnitt befreit.

Die Zweige wurden in den Wald gezogen, wo sie willkommen sind, während sie das wertvolle Magerrasenbiotop zwischen Waldrand und S-Bahn aufdüngen und damit zerstören würden. Wir danken dem Bundesforst, dem Landratsamt Starnberg und dem Staatsforst für die Unterstützung.

Das Foto zeigt Michaela Fuchs an der Säge und im Hintergrund von links nach rechts Gaby Biederstedt, Jutta Kreuzer, Stefan Hacker, Ellen Hacker, Werner Stöckl, Alessandro Hennig, Maximiliane Mehringer, Dr. Max Vogt, Volker Loth, Ernst Ehret, und Renate Hartung.

Wir pflegen wertvolle Flächen

 Wir haben einige wertvolle Flächen, deren Pflege wir übernehmen:

 

Wiese

Trichtermulde/Grubmühlerfeld, Würmtalaue, Vogelschutzgebiet, Muscarihang, Stollanger, TSV/Eisstockweiher, Hauser Weiher

Pflege-Osthang

Hier arbeiten wir am Osthang .

Hier eine Rechenaktion im Vogelschutzgebiet

 

Fotos: BN Gauting

Weitere Bilder von der Biotoppflege finden Sie in unserem Bilderarchiv .

 

 

Sie sehen, die Ortsguppe Gauting ist in vielen Bereichen aktiv.

Neugierig geworden? Dann kommen Sie doch mal vorbei!

Wo und wann sich die Ortsgruppe trifft finden Sie hier

   


Umweltfest Gauklers

Wir informierten über den naturnahen Kreisel an der Ammerseestraße und wie wichtig solche Trittsteinbiotope für die Artenvielfalt sind.

Diverse Insektenhotels konnten bewundert werden, Informationen über  Wildbienen, Schmetterlinge und Fledermäuse gabs und im Rathaus konnte und kann man noch bis Mitte Juli Rollups zum Thema Naturgarten, Schmetterlinge, Wildbienen und vieles mehr besichtigen.

 


Mittwoch · 25. Oktober 2017 · 19.30 Uhr
Libellen – Fliegende Edelsteine

Michael J. Stiegler (Diplom-Biologe und Naturfotograf) stellt in seinem Vortrag die heimischen Libellen mit ihrer Biologie und ihrem Verhalten vor. Der Referent bespricht mit Hilfe von Fotos und einigen Videos die Lebensräume dieser faszinierenden Tiere sowie die ökologischen Beziehungen zwischen den Libellen und anderen Lebewesen. Zum Abschluss stellt er Möglichkeiten vor, wie die Lebensräume einzelner Arten, die bei uns zunehmend bedroht sind, geschützt werden können.

Ort: kleiner Saal im Bürger- und Kulturhaus Bosco
Dauer: 1 ½ bis 2 Stunden
Eintritt ist frei, wir freuen uns über eine Spende
Veranstalter: BN-Ortsgruppe Gauting in Kooperation mit Öko & Fair

Freitag · 01. Dezember 2017 · Sonntag · 03. Dezember 2017
Gautinger Weihnachtsmarkt
Teilnahme am Gautinger Weihnachtsmarkt, Freitag 01.12.2017 (selbst gebundene Kränze aus Naturmaterialien) und Sonntag 03.12.2017 (Öko-Waffeln aus biologischen Zutaten und vieles mehr).

Haben Sie Lust und Zeit, uns bei Aktionen oder Pflegeeinsätzen zu unterstützen? Rufen Sie uns an oder kommen Sie einfach zu einem unserer Treffen oder einer der Veranstaltungen.

Wir planen dieses Jahr noch andere Aktivitäten, die Sie bitte aus den Tageszeitungen entnehmen.


Insektenhotel

Insektenhotel Infos:

 

-  Ein Insektenhotel ist ein künstlich geschaffene Nist- und Überwinterungshilfe für Insekten

-  Seit den 90iger Jahren findet sie zunehmend Verbreitung bei naturnahen Gärtnern und in der Schulbiologie

-  Erste Wildbienenkästen wurden bereits im 19. Jahrhundert von Privatleuten in England gebaut
=> dienten zur Beobachtung

-  Insektenhotels gibt es in verschiedenen Größen mit unterschiedlichen Ausstattungen

-  Der Begriff „Insektenhotel“ entstand in Anlehnung an das hausartige Erscheinungsbild mit Dachkonstruktionen

 

Motivation und Nutzen:

-  Intensive menschliche Eingriffe in Naturlandschaft
=> viele natürliche Insektenlebensräume z.B. offene Lehmtrockenhänge oder Totholz nur noch eingeschränkt vorhanden

-  Auch im Garten helfen Hummeln, Wildbienen,..durch Bestäubung und als kostenlose biologische Schädlingsbekämpfer

-  Die durch Insektenhotels geförderten Arten stehen zum Teil auf der Roten Liste (viele Wildbienen)

-  Sie dienen aber auch zu Lehrzwecken z.B. für die breite Öffentlichkeit bei Gartenschauen, in Parkanlagen oder Schulen

 

Materialien und Bauweise:

-   Bestehen fast ausschließlich aus Naturmaterialien (Holz, Stroh, Heu, Baumrinde,..)

-  Zur Befüllung werden durchlöcherte Bachsteine, Terrakotta-Blumentöpfe, Metalle zur Befestigung und eventuell als vorgespanntes Drahtgitter zum Schutz vor Vögeln

-  Wichtig ist, dass die Füllmaterialien trocken und alle Hölzer frei von chemischen Holzschutzmitteln sind

-  Die Löcher dienen als Brutröhren

-  Ihre Einflugöffnungen müssen sauber herausgearbeitet sein, damit die Insekten sie annehmen

-  Einige Arten nehmen nur Röhren in schon abgelagertem „verkautem“ Holz an

-  Lücken zwischen den verschiedenen Füllmaterialien werden am besten mit Heu, gebündelten Stöcken, kleinen Steinen oder Lehm gefüllt
=> So bleibt keine Stelle im Gefache ungenutzt, und die Durchzugsauskühlung einzelner Elemente im Winter wird stark verringert

 

Standortwahl:

-  Idealer Standort = gleichzeitig vollsonnig und witterungsgeschützt

=> Wärme vorhanden + Schutz vor Wind und Niederschlägen

-  In relativer Nähe sollten möglichst viele Kräuter, blütenreiche Wildpflanzen vorkommen, um den Nahrungsbedarf der Insekten abzudecken

-  Die Einflugschneise für die Tiere sollte an der wetterabgewandten Seite liegen und für die Tiere gut sichtbar sein

-  Ideal = wenn in einem der Gefache oder in der Nähe am Boden ausreichend Lehm, Sand und Wasser angeboten wird

 

Literatur:

-  Wolf Richard Günzel: Das Insektenhotel. Naturschutz erleben. – Bauanleitungen, Tierporträts, Gartentipps. Pala-Verlag, Darmstadt 2007, 3. Aufl., ISBN 978-3-89566-234-8

-  Wolf Richard Günzel: Das Wildbienenhotel. Naturschutz im Garten. Pala-Verlag, Darmstadt 2008, 1. Aufl., ISBN 978-3-89566-244-7

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Insektenhotel

 

Bauanleitungen:


http://www.schulgarten.ch/texte/Insektenhotel_A52.pdf
DLR-Bauanleitung
http://www.naturkosmetik.l-seifert.de/insektenhotel.php

Abbildungen und Links zu 4 verschiedenen Bauweisen:

http://www.naturkosmetik.l-seifert.de/bauplan.php


1. Bauplan Insektenhotel Spitzdach:
http://www.naturkosmetik.l-seifert.de/bauplan/insektenhotel-bauplan.pdf


2. Bauplan Insektenhotel Flachdach:
http://www.naturkosmetik.l-seifert.de/bauplan/wildbienenhotel-bauplan.pdf


3 Bauplan Insektenhotel Kantholtz:
http://www.naturkosmetik.l-seifert.de/bauplan/bienenhotel-bauplan.pdf


4. Bauplan Insektenhotel Holzblock:
http://www.naturkosmetik.l-seifert.de/bauplan/bauplan.pdf
http://www.werkzeug-und-heimwerken.de/bauanleitung-insektenhotel
Brennpunkt Nisthilfen


5. Bauanleitung für einen Florfliegenkasten:
Man benötigt nur einen Holzkasten mit Deckel, entweder selber bauen oder kaufen, und befüllt diesen mit Holzwolle oder Stroh.
In den Deckel kommen Schlitze von ca. 0,5 cm, durch welche die Florfliegen in den Nistkasten gelangen. Wer möchte, malt die Vorderseite mit roter Farbe an, da diese die Tiere anlockt.
(Siehe Bild oben)

Details des Insektenhotels:

 

Besuch beim Demeter-Hof Grenzebach

Fotos: Jutta Kreuzer

 

Die Ortsgruppe Gauting des BUND Naturschutz besichtigte am Sonntag den Demeter-Hof Grenzebach mit seiner vielfältigen Tierwelt und dem Artenreichtum der Pflanzen. Der landwirtschaftliche Familienbetrieb wird seit 1989 nach den ökologischen Richtlinien des Demeter-Verbandes bewirtschaftet und liegt inmitten von Wiesen in Hochstadt. Norbert Grenzebach hat sich als junger Mensch entschieden den väterlichen Betrieb auf biologische Wirtschaftsweise umzustellen, seit gut 22 Jahren wirtschaftet er biologisch-dynamisch. Seit einem Jahr ist nun auch sein Sohn Philipp mit eingestiegen. Es handelt sich um einen echten Familienbetrieb mit drei Generationen.

Die Familie Grenzebach bewirtschaftet 68 ha, davon 25 ha Acker und 43 ha Grünland nach den Richtlinien des biologisch-dynamischen Landbaus und das bereits in der 2. Generation als Familienbetrieb im Vollerwerb. Die 40-köpfige Milchkuhherde (natürlich mit Hörnern) und deren Jungtiere leben in einem großzügigen Freilaufstall. Die Kühe und Jungtiere werden von Anfang April bis Anfang November Tag und Nacht geweidet. Ein entscheidendes Standbein des Betriebs sind 800 Legehühner die in einem mobilen Hühnerstall gehalten werden. All das konnte unsere Gruppe besichtigen und erfuhr dabei auch viel über das System der Kreislaufwirtschaft, d.h. alles was an Futter für die Tiere nötig ist, wird auf dem Betrieb selbst erzeugt. Die Flächen werden ausschließlich mit dem Mist der eigenen Tiere gedüngt. Herr Grenzebach erzählte den Teilnehmern interessantes über Kühe und keiner wusste, dass es Kühen bei 20 Grad schon zu warm ist, und sie minus 10 Grad wie wir als Zimmertemperatur empfinden und eine Leibspeise die Herkulesstaude ist. Seit Jahren beobachtet er die Natur und stellt viele Zusammenhänge fest, die die industrielle Landwirtschaft vergessen hat.

Eine Besonderheit des Betriebes ist auch die Pflanzenvielfalt. Auf den Flächen findet man einen Grossteil an heimischen Wiesenblumen, Gräsern und Kräutern, auch alpine Arten wie Orchideen, Enziane, Kartäusernelke, Fieberklee, Mehlprimel etc. Vieles davon konnten wir beim Streifzug durch die Wiesen bewundern, die es auch in die Endausscheidung der Wiesenmeisterschaft 2013 geschafft haben.

 

Weitere Informationen ersehen Sie aus der Homepage www.biohof-grenzebach.de

 

 

Heilpflanzen und kleine Paradiese in und um Gauting

Teilnehmer an einer Exkursion der Ortsgruppe Gauting zu den Biotopen von Herrn Albert Soyer (Foto: Jutta Kreuzer).

Die Ortsgruppe Gauting möchte aus ihrem vielfältigen Programm über zwei Veranstaltungen berichten: Seit einigen Jahren bieten wir mehrmals pro Jahr »die etwas andere Kräuterführung« und die »Heilkräuterführung nach Pfarrer Kneipp« mit Herrn Victor Klibanskij an. Es ist eine Bereicherung für Jung und Alt mit Herrn Klibanskij durchs Landschaftsschutzgebiet im Grubmühler Feld zu gehen; doch eigentlich kommt man gar nicht weit, denn es gibt schon gleich nahe der Würm viel Essbares zu entdecken. Herr Klibanskij erläutert die Heilwirkungen der einzelnen Pflanzen sowie bestimmte Pflanzenteile. Es ist auch nicht ungewöhnlich, dass er vor den staunenden Augen der Zuhörer die Heilkräuter komplett mit Blüte und Stengel verspeist und alle auffordert, es ihm gleichzutun. Wir hoffen sehr, dass Herr Klibanskij trotz seines Alters noch lange solche Exkursionen für uns leiten kann.

Herr Albert Soyer aus Buchendorf führte uns heuer zu einem Großteil seiner Biotope. Herr Soyer hat vor vielen Jahren angefangen in der Gemeinde Gauting unterschiedliche Biotope anzulegen – vor allem Teiche. Er verbringt den größten Teil seiner Freizeit mit aktivem Naturschutz und wir durften die Ergebnisse seiner Bemühungen bewundern (egal ob Laichgewässer, Insektenhotels, oder unterschiedliche Vogelnistkästen). Privatpersonen sowie die Gemeinde Gauting stellen Herrn Soyer den nötigen Grund für seine Biotope zur Verfügung, und schenken uns damit kleine Paradiese in nächster Nähe.