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Pressemitteilung der BN Ortsgruppe Krailling anlässlich des Tages der Streuobstwiese am 24.04.2026


Tag der Streuobstwiese 2026

Ein kleiner Lichtblick zum Tag der Steuobstwiese: Dank des Landratsamtes konnte die unnötige und sogar schädliche Mahd der Streuobstwiese, die sich im Westen der nördlichen Sanatoriumswiese befindet, größtenteils abgewendet werden. Die Ortsgruppe Krailling des BUND Naturschutz freut sich sehr, dass somit in diesem Jahr wieder eine blütenreiche Streuobstwiese die Schmetterlinge, Bienen und uns Alle erfreuen kann.

Streuobstwiesen - 
Blühende Augenweiden im Frühling mit köstlicher Ernte im Herbst 
Der 24. April ist der Tag der Streuobstwiese

Aus diesem Anlass weist die Ortsgruppe Krailling des BUND Naturschutz (BN) auf die große Bedeutung dieser Kulturlandschaft für Mensch und Natur hin. Der Streuobstanbau ist eine viele Jahrhunderte alte Form des Obstanbaus, der 2021 sogar von der UNESCO als Immaterielles Kulturerbe in Deutschland aufgenommen wurde. 

Streuobstwiesen sind nicht nur Augenweiden, sie sind auch wertvolle Lebensräume für viele Tiere und Pflanzen. Auf traditionsreichen Streuobstwiesen mit alten Obstsorten sind die Bäume teilweise 80 bis 100 Jahre alt. Bis zu 5.000 Arten können dort zu finden sein, darunter z.B. der Siebenschläfer und seltene Vögel wie Wiedehopf, Wendehals und Steinkauz. 

Die Bayerische Staatsregierung legt wert auf den Schutz und die Förderung von Streuobstwiesen. Dazu gründete sie 2021 gemeinsam mit Verbänden, darunter BUND Naturschutz und LBV, eigens den Bayerischen Streuobstpakt. Ziel ist, bis 2035 eine Million neuer Streuobstbäume zu pflanzen, um den Artenreichtum zu stärken und diese Form der Kulturlandschaft in Bayern zu erhalten.

Krailling hat am Westrand der Sanatoriumswiese zwei Streuobstbereiche, die vor ca. 30 Jahren Dank einer Initiative des Ehepaars Zacherl mit Einverständnis der Kongregation der Barmherzigen Schwestern durch Baumspenden von Kraillinger Bürgern angelegt wurden. Dort hat sich, wie auf dem Hauptteil der Sanatoriumswiese, im Laufe der Zeit eine schöne und wertvolle artenreiche Wiese entwickelt, die leider besonders in den vergangenen Jahren durch zu häufige Mahd und andere Belastungen merklich gelitten hat. 

Eine nicht erforderliche, zu frühe Mahd konnte diese Woche bei den Bereichen mit gesetzlichem Schutzstatus Dank des Landratsamtes verhindert werden. Doch der scheidende Bürgermeister Rudolf Haux hat auf einer Mahd des nordwestlichsten Bereichs ohne Schutzstatus bestanden. Traurig und schade, denn dies widerspricht den Kriterien für eine bienenfreundliche Gemeinde. Dafür müssen alle kommunalen Flächen extensiv und bienenfreundlich bewirtschaftet werden, allen voran die Streuobstwiesen. Auch das Mulchen des Streuobstbereichs der südlichen Sanatoriumswiese im vergangenen Herbst entspricht nicht dieser Vorgabe. 

Die Ortsgruppe Krailling freut sich und dankt, dass die als magere Flachland-Mähwiese gesetzlich geschützten Streuobstbereiche der Sanatoriumswiese ohne die zu frühe Mahd weiter wachsen können, so dass heuer wieder eine arten- und blütenreiche Streuobstwiese die Schmetterlinge, Bienen und uns Alle erfreuen kann.