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Vorsicht die Amphibien wandern wieder

Besonders bei Regen und wenn die Nächte wärmer werden, beginnt die Amphibienwanderung

09.03.2025

Kröten, Frösche und Molche wandern jetzt wieder zu ihren Laichgewässern.
Nun heißt es auf den Straßen wieder besonders aufpassen, wenn es am Abend 5° Celsius oder mehr hat. Dann machen sich die Kröten, Frösche und Molche, besonders bei feuchter Witterung auf den Weg aus ihren Winterlebensräumen in ihre Laichgewässer. Leider müssen sie dabei auch oft Straßen überqueren. Um sie dort vor dem Sicheren Tod zu bewahren, sind an den stärker frequentieren Straßen wieder Amphibienschutzzäune aufgebaut, an denen die Tiere abgesammelt und auf die andere Straßenseite gebracht werden.

Der BUND Naturschutz bittet daher in den kommenden Wochen um besondere Vorsicht und Rücksichtnahme.
Bis etwa Mitte April muss man nachts auf unseren Straßen mit wandernden Amphibien rechnen und mit Personen, die zu deren Schutz morgens und abends im Dunklen unterwegs sind. Viele Leute wissen es längst, was die Zäune und Geschwindigkeitsbeschränkungen zu bedeuten haben, anderen kann man gerne auch darüber aufklären, damit sie wissen, warum sie eine Zeitlang ein paar Einschränkungen oder gar einen Umweg in Kauf nehmen müssen.

Betreute Amphibienübergänge befinden sich in 

  • Gilching an der Melchior-Fanger-Straße
  • Gilching an der Rottenrieder Str.
  • In Weßling wird die Straße bei Gut Mischenried nachts gesperrt
  • in Wörthsee die Kuckuckstr. Hier ist die Situation besonders kritisch, weil die Straße nur bei großen Wanderaufkommen gesperrt wir, aber auch in den anderen Nächten sind Tiere und Menschen unterwegs
  • In Herrsching gibt es Wanderungen über die Hechendorfer und die Rieder Straße
  • In Widdersberg am Widdersberger Weiher
  • entlang der Seacht`n zwischen Andechs und Machtlfing.
  • Die Wanderstrecke bei südwestlich von Gut Hüll an der Römerstraße, liegt hinter einer Kuppe und ist damit schlecht einsehbar.
  • In Hausen sind es hunderte von Kröten und Grasfröschen, die in den Dorfweiher zum Ablaichen wollen und zum Teil erst über die Staatstraße gebracht werden müssen, aber auch innerorts sind haufenweise Tiere unterwegs.
  • Am Buchhof wandern die meisten Tiere einfach den Zaun entlang, aber vermehrt queren sie auch die Straße, vom Hang unterhalb der Autobahn kommend, außerdem laufen sie auch gerne auf der Straße weiter.
  • Auf der Straße von Andechs Richtung Kreuzung Widdersberg/Herrsching/Frieding sind die Tiere in Richtung Eglsee unterwegs.
  • Krailling - Bauhof Pentenrieder Straße / Fischerfeldstraße

Nicht nur der Straßenverkehr, sondern besonders der Verlust an geeigneten Lebensräumen, der Einsatz von Spritzmitteln und Gülle und der Insektenrückgang macht den Tieren zu schaffen.

Ohne diese jährlichen Aktionen würde es noch deutlich schlechter um die Amphibienpopulationen stehen. Bayernweit kümmern sich rund 6.000 freiwilligen Helferinnen und Helfer des BUND Naturschutz, unterstützt von Straßenbaubehörden und Gemeinden seit vielen Jahren um die wandernden Tiere an den Straße. Diese bayernweite Aktion rettet jährlich 500.000 – 700.000 Amphibien das Leben uns steht unter dem Motto: *Freunde der Frösche*. Große Taten für kleine Wanderer.

Der BUND Naturschutz sucht für einzelne Wanderstecken immer wieder Freiwillige, die dabei helfen wollen die Tiere über die Straße zu bringen. Dabei sind wir an Leuten interessiert, die sich vorstellen können während der Wanderzeit eigenverantwortlich mehrere Abende zu übernehmen, bzw. an den Strecken an denen die Tiere in Eimern gefangen werden dort am Morgen die Tiere aus den Eimern zu holen, und sich womöglich auch in den kommenden Jahren während der Amphibienwanderung zu engagieren. Interessierte wenden sich am besten an die Geschäftsstelle der Kreisgruppe, damit sie gezielt und sinnvoll eingesetzt und eingelernt werden können.