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Natur vor der Haustür

Vorsicht die Amphibien wandern wieder

Besonders bei Regen und wenn die Nächte wärmer werden, beginnt die Amphibienwanderung

12.02.2026

Für kommenden Woche ist das Wetter so mild vorhergesagt, dass Kröten, Frösche und Molche wieder anfangen könnten, zu ihren Laichgewässern zu wandern.
Die Tiere beginnen Ihre Wanderung in der Dämmerung, an Abenden mit mind. 5° Celsius insbesondere bei feuchter Witterung. Wenn so ein Wanderweg ein Straße kreuzt, heißt es wieder besonders aufpassen. Da wo viele Tiere über die Straße wechseln werden Zäune aufgebaut, die die Tiere abfangen, so dass sie eingesammelt und über die Straße gebracht werden können, um sie vor dem sicheren Tod zu bewahren.

Der BUND Naturschutz bittet daher in den kommenden Wochen um besondere Vorsicht und Rücksichtnahme.
Bis etwa Mitte April muss man nachts auf unseren Straßen mit wandernden Amphibien rechnen und mit Personen, die zu deren Schutz morgens und abends im Dunklen unterwegs sind. Viele Leute wissen es längst, was die Zäune und Geschwindigkeitsbeschränkungen zu bedeuten haben, anderen kann man gerne auch darüber aufklären, damit sie wissen, warum sie eine Zeitlang ein paar Einschränkungen oder gar einen Umweg in Kauf nehmen müssen.

Betreute Amphibienübergänge befinden sich in 

  • Gilching an der Melchior-Fanger-Straße und der Rottenrieder Str.

  • In Weßling wird die Straße bei Gut Mischenried nachts gesperrt und etwas weiter östlich gibt es ein Stelle, an der die Tiere der Autobahnbegleitstraße entlanglaufen

  • in Wörthsee die Kuckuckstr. Hier ist die Situation besonders kritisch, weil die Straße nur bei großen Wanderaufkommen gesperrt wir, aber auch in den anderen Nächten sind Tiere und Menschen unterwegs

  • In Herrsching gibt es Wanderungen über die Hechendorfer und die Rieder Straße

  • In Widdersberg am Weiher

  • entlang der Seacht`n zwischen Andechs und Machtlfing.

  • Die Wanderstrecke südwestlich von Gut Hüll an der Römerstraße, liegt hinter einer Kuppe und ist damit schlecht einsehbar.

  • In Hausen sind es hunderte von Kröten und Grasfröschen, die in den Dorfweiher zum Ablaichen wollen und zum Teil erst über die Staatstraße gebracht werden müssen, aber auch innerorts sind haufenweise Tiere unterwegs.

  • Am Buchhof wandern die meisten Tiere einfach den Zaun entlang, aber vermehrt queren sie auch die Straße, vom Hang unterhalb der Autobahn kommend, außerdem laufen sie auch gerne auf der Straße weiter.

  • Auf der Straße von Andechs Richtung Kreuzung Widdersberg/Herrsching/Frieding sind die Tiere in Richtung Eglsee unterwegs.

  • Krailling - Bauhof Pentenrieder Straße / Fischerfeldstraße

Nicht nur der Straßenverkehr, sondern besonders der Verlust an geeigneten Lebensräumen, der Einsatz von Spritzmitteln und Gülle und der Insektenrückgang macht den Tieren zu schaffen.

Ohne diese jährlichen Aktionen würde es noch deutlich schlechter um die Amphibienpopulationen stehen. Im Landkreis sind es mehr als 100 freiwillige Helferinnen und Helfer, die an der Amphibienaktion beteiligt sind und dabei jedes Jahr bis zu 10.000 Tiere retten, unterstützt von Straßenbaubehörden und Gemeinden. Bayernweit werden jährlich 500.000 – 700.000 Amphibien das Leben gerettet unter dem Motto: “Freunde der Frösche: Große Taten für kleine Wanderer”.

Wir suchen für die Betreuung der Amphibienwanderungen immer wieder HelferInnen, die bestenfalls nicht weit von einer Wanderstrecke entfernt wohnen (siehe oben), und uns bei der Amphibienrettung unterstützen. Die HelferInnen sollten dazu während der Wanderzeit möglichst etwas einen Abend oder Morgen pro Woche aufbringen können.

Interessierte wenden sich am besten an die Geschäftsstelle der Kreisgruppe, damit sie gezielt und sinnvoll eingesetzt und eingelernt werden können.

Interessante Infos zu den Amphibien gibt es hier