Nach der Fertigstellung der 1,5 Kilometer langen Umgehungsstraße um Weßling setzt sich die Kreisgruppe Starnberg für ein Tempolimit 70 km/h ein.

08.11.2016

Bei der Umgehungsstraße werden die angestammten Pfade der Wildtiere durchschnitten, so dass es vermehrt zu Wildunfällen kommen kann. Ein Beispiel hierfür ist der Neubau der Unterbrunner Straße; hier kam es kurz nach der Eröffnung der Straße zu vermehrten Wildunfällen. Das Gleiche ist jetzt in Weßling zu befürchten, zumal kein Wildschutzzaun eingerichtet wurde.

Weiterhin wurden »Hop-over-Bäume« und Sträucher gepflanzt, um Kollisionen mit Fledermäusen zu vermeiden, indem die Flugrouten über die Straße hinweg geleitet werden. Bis diese naturlichen Hindernisse und Leitsysteme gewachsen sind, vergeht einige Zeit. Folglich ist eine Geschwinddigkeitsbegrenzung auf 70 km/h sinnvoll, damit Fledermäuse erfolgreich ausweichen können. Dies trifft auch auf andere Wildtiere wie Rehe, Wildschweine und Füchse zu. Da aber nicht nur eine Kollision mit Tieren möglich ist, sondern auch eine mit Menschen, die den Wanderweg nach Wörthsee gehen, ist ein Tempolimit 70 km/h absolut essentiell.

Zudem bedeuten höhere Geschwindigkeiten eine höhere Lärmbelastung für die angrenzende Siedlung »Hohenrainäcker«, die nur wenige Meter von der Straße entfernt liegt. Diese, aber auch die ganze Umwelt, leidet unter dem erhöhten Schadstoffausstoß bei höheren Geschwindigkeiten.

In Ergänzung zu der Geschwindigkeitsbegrenzung fordert die Kreisgruppe Starnberg, dass Hinweisschilder aufgestellt werden, die auf einen vermehrten Wildwechsel hinweisen, und dass Reflektoren installiert werden, welche Wildtiere von einer befahrenen Straße abschrecken.