Zusammenfassung »Unser tägliches Gift: Glyphosat«

Glyphosat ist der Hauptwirkstoff in den meistverkauften Herbiziden weltweit und steht seit vielen Jahren in der Kritik. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) kam in einer Bewertung vom März 2015 (publiziert von der Internationalen Agentur für Krebsforschung, IARC) zu dem Ergebnis, dass es Nachweise an Menschen für das krebserregende Potenzial von Glyphosat gibt. Die Beweislage ist ausreichend, dass die Substanz bei Ratten und Mäusen zu Tumoren führt. Die IARC stufte Glyphosat daher in die Kategorie 2A ein (wahrscheinlich krebserregend für den Menschen).

Angesichts der zahlreichen Effekte von Glyphosat auf Menschen, Pflanzen, Tiere und Lebensräume kann die BN-Kreisgruppe Starnberg nur für ein sofortiges Verbot von allen Herbiziden mit dem Wirkstoff Glyphosat in Deutschland plädieren. Da es ein solches Verbot noch nicht gibt, empfehlen wir allen Privatleuten sowie den Bauhof-Mitarbeitern der Gemeinden und der Stadt Starnberg, Herbizide mit Glyphosat nicht zu verwenden und am besten ganz auf die »chemische Keule« zu verzichten – da andere Wirkstoffe ja auch ungeahnte Konsequenzen haben können. Alles und jedes zu vergiften kann nicht der richtige Weg sein.

Lesen Sie hier die kurze Zusammenfassung der wichtigsten Aspekte zum Problemstoff Glyphosat (Verfasser: Diplom-Biologe Michael J. Stiegler)


Vortrag über Glyphosat von Frau Dr. Martha Mertens

Ein Bündnis aus Naturschützern und Landwirten, Imkern und Verbrauchern hatte am 13. April 2016 nach Drößling eingeladen, um sich aktuell über Glyphosat zu informieren und darüber zu diskutieren, da es vor der Wiederzulassung stand.

Frau Dr. Martha Mertens (Diplom-Biologin, Sprecherin der BN- und BUND-Arbeitskreise Gentechnologie) hatte berichtet, dass es kleine Änderungen für die Wiederzulassung geben soll, so dass diese nicht mehr für 15 sondern »nur« für 10 Jahre gelten soll und wohl nicht mehr ohne Befähigungsnachweis eingesetzt werden darf.

Glyphosat ist das weltweit meist verwendete Spritzmittel und baut sich keineswegs so schnell ab, wie es von der chemischen Industrie behauptet wird, so dass es über die Nahrungsmittel in unseren Körper gelangt und dort schon vielfach nachgewiesen worden ist. Glyphosat selbst, aber auch Zusatzstoffe in den fertigen Produkten, stehen unter dem dringenden Verdacht krebserregend zu sein.

Die Teilnehmer an der Veranstaltung waren sich einig, dass die Wiederzulassung dieses Mittels so keinesfalls erfolgen darf.


Beispiele für glyphosathaltige Herbizide im Handel

  • AgriChem Glyphosat
  • Glyfos
  • Bayer Garten Unkrautfrei
  • Compo Filatex Unkraut-frei
  • Detia Total - Neu Unkrautmittel
  • Etisso Total Unkrautfrei ultra
  • Gabi Unkrautvernichter
  • Herburan GL
  • Keeper Unkrautfrei
  • Klick&Co Total-Unkrautfrei
  • Raiffeisen Gartenkraft Total Unkrau-Frei
  • RESOLVA SPRAY
  • Roundup
  • Stakkato GA
  • TOUCHDOWN QUATTRO
  • VOROX Unkrautfrei

Quelle: BN Informiert: "Garten ohne Gift"

siehe auch: www.blv.bund.de


Video-Beiträge über Glyphosat