03.09.2007 Flächennutzungsplanänderung Lindemannstraße

14. Flächennutzungsplanänderung für den Bereich Fabrikgelände Lindemannstraße - ehemalige Bayerische Textilwerke - in Tutzing

Beteiligung der Träger öffentlicher Belange gem. § 4 Abs. 1 BauGB

 

 

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

sehr geehrte Damen und Herren,

 

Wir danken dafür, dass Sie uns den Entwurf der 14. Änderung des Flächen-nutzungsplans zu einer Stellungnahme überlassen haben.

 

Entgegen der im Text vertretenen Ansicht, die auf der Studie vom November 2006 der CIMA basiert, sind wir der Auffassung, dass dies Sondergebiet nicht zu Tutzing passt, eindeutig überdimensioniert ist und die gewachsene Struktur des Orts, so verbesserungsbedürftig sie sein mag, nachhaltig zum Negativen beeinflusst. Die genannten Zahlen sollen über die Größe und ihre Auswirkungen auf Tutzing hinwegtäuschen. Doch die auf S. 5 prognostizierte Umsatzstei-gerung von 44% und die Flächenzunahme von 45% passen nicht zur weiter unter angegebenen Abschöpfungsquote von 10% des brachenüblichen inner-örtlichen Umsatzes! Dies v. a. dann nicht, wenn gegenüber einem Verkaufs-flächenbedarf (lt. Tabelle S. 6) von 180 m2 bei Drogeriewaren und 390 m2 vorhandener Fläche im Ortskern dann die zur Verfügung gestellte Fläche 500m2 ist. Ähnlich verhält es sich mit der zur Verfügung gestellten Fläche von 800m2 für Bekleidung bei 350 m2 vorhandener Fläche im Ortskern. Wo sind hier 10% berechnet worden? Es wird bewusst mit sehr vielen Zahlen gearbeitet, um Verwirrung zu stiften. Das Ergebnis wird ein aus den umliegenden Orten zum Einkaufszentrum, mit kik als bewusst gewähltem „Billiganbieter“ für Textilien, flutender Autoverkehr sein. Dieser wird nicht den prognostizierten Zahlen entsprechen und damit die Verkehrsentwicklung auch nicht in den vorgege-benen Grenzen halten. Entweder wird die Art der Geschäfte geändert oder die Größe reduziert, sonst ist für den Süden des Tutzinger Ortszentrums mit deutlicher Verkehrsmehrbelastung zu rechnen.

 

Die für die Bräuhausstraße prognostizierte Steigerung der Verkehrsbelastung von 24% kann durch Planungstricks nicht vermindert werden – eher wird der Verkehr weiter zunehmen (s. o. Anteil der verschiedenen Geschäfte an der bisherigen Verkaufsfläche), wenn keine besseren Maßnahmen ergriffen werden. Diese mahnen wir im Interesse der Anlieger der Bräuhausstraße dringend an.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

 

Günter Schorn

Kreisvorsitzender