04.01.2007 Bebauungsplan Hotel Seehof

1. Änderung des Bebauungsplans Nr. 35 für das Gebiet „Hotel Seehof“

Beteiligung der Träger öffentlicher Belange gem. § 4 Abs. 1 BauGB

 

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

sehr geehrte Damen und Herren!

 

Wir danken für die Übersendung des o. a. Bebauungsplans.

 

Als wichtigsten Punkt müssen wir bemerken, dass auf dem Grundstück vor wenigen Jahren deutlich mehr Bäume gestanden sind. Diejenigen, die entlang der Schloss-Straße und am Nordrand standen, sind für das damals vorgesehe-ne Bauvorhaben z. B. wegen einer vermeintlich notwendigen TG-Einfahrt gefällt worden. Beim dringend notwendigen Ersatz, der auch im Plan enthalten ist, bitten wir zu bedenken, dass die Arten Winterlinde, Rotbuche usw., die überwiegend als Großbäume gepflanzt werden sollten, eine sachgerechte Pflanzung erfordern, da sie sonst nach wenigen Jahren kümmern und das Ortsbild dann kaum noch bereichern. Als ausreichend, aber auch notwendig, hat sich eine Pflanzgrube von 3,0 m x 3,0 m und mindestens 1 m tief erwiesen. Wir halten es für nötig, dies im Bebauungsplan festzulegen.

 

Wir fordern mit Nachdruck, dass ein Grünordnungsplan erstellt und Bestandteil des Bebauungsplans wird. Die Angaben im Entwurf zum Bebauungsplan sind zu vage und daher mehrdeutig. Die Österr. Schwarzkiefer am Nordrand des Baugrundstücks muss unbedingt erhalten werden; bei sehr genauer Betrach-tung des Plans könnte dies wohl auch vorgesehen sein. Die Baumarten der zu erhaltenden wie der zu pflanzenden Bäume müssen angegeben werden, sonst ist die Aussage des Plans nicht eindeutig.

 

Im Uferbereich sollte der Gewässerentwicklungsplan Starnberger See verwirk-licht werden. Konkret heißt das: die Uferverbauung ist im südlichen Bereich, beim öffentlichen Steg, zu beseitigen. Im Bereich des Dampferstegs ist dies weder sinnvoll noch machbar. Außerdem ist die See-Terrasse beim Pavillon zurückzunehmen bis an die Uferkante, um einen Stegbetrieb zu verhindern.

 

Der Bareislgraben fließt durch das Baugrundstück. Wir erwarten, dass die Gemeinde darauf dringt, ihn naturnah zu gestalten. Das jetzige Bachkorsett hat wenig mit naturnaher Gestaltung zu tun. Insbesondere sollte die Bepflanzung festgelegt werden; wir schlagen Blutweiderich, Mädesüß usw. vor.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

 

Günter Schorn

Kreisvorsitzender