1. Änderung des Flächennutzungsplans mit integriertem Landschaftsplan der Gemeinde Seefeld

Beteiligung nach §4 Abs. 1 BauGB

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

sehr geehrte Damen und Herren!

 

Wir danken dafür, dass Sie uns die o. g. 1. Änderung des Flächennutzungs-plans zugeleitet haben.

 

Der Bund Naturschutz in Bayern e.V., vertreten durch die Kreisgruppe Starn-berg, äußert sich zum o. g. Verfahren wie folgt:

 

Wie bereits in unserer Stellungnahme zu dem entsprechenden Bebauungsplan aufgeführt, begrüßen wir grundsätzlich die Erzeugung von Strom durch alter-native Methoden wie die Photovoltaik. Allerdings halten wir es für dringend ge-raten, erst alle anderen Möglichkeiten für PV-Anlagen aus zu schöpfen und dann solche Anlagen nur unter bestimmten Voraussetzungen auf der Fläche zu akzeptieren. Die Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes sind erheblich, und die Umwandlung von landwirtschaftlich genutzten Flächen sehen wir als extrem problematisch an.

PV-Anlagen in der freien Landschaft, auch wenn sie mit Hecken abgeschirmt werden, stellen jedoch nicht die erstrebenswerte Form einer zukünftigen Ener-gieerzeugung dar.

Die Photovoltaikanlage im nördlichen Teil des Plangebiets halten wir auf Grund folgender Punkte als Ausnahme für vertretbar, weil

- die Sichtschutzhecke auch Vorteile für Fauna und Flora bietet,

- die Schaffung von extensivem Grünland in unserer Landschaft sehr erstrebenswert ist,

- sie der Gewinnung von sauberem Trinkwasser dient.

Die Anlage im südlichen Teil ist jedoch sehr stark exponiert und müsste we-sentlich stärker eingegrünt werden.

Die Festlegung als „Sondergebiet für Solarenergienutzung“ sehen wir als pro-blematisch an, wenn nicht gewährleistet werden kann, dass diese Festlegung nach Beendigung der Nutzung wieder in „Fläche für die Landwirtschaft“ umge-widmet werden kann.

Da PV-Anlagen auf der Fläche wegen der stark verminderten Einspeisevergü-tung ab nächstem Jahr kaum mehr finanzierbar sein werden, halten wir den „Vorratsbeschluss“ zur Änderung des FNP bzgl. der Fläche Süd für bedenklich und schlagen eine Streichung vor, um nicht zu starke Hoffnungen zu wecken.

 

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

Günter Schorn

Kreisvorsitzender