08.05.2006 Bebauungsplan Thurn- und Taxis-Straße

Gemeinde

O Flächennutzungsplan O mit Landschaftsplan

X Bebauungsplan

 

Nr. 49 „Thurn- und Taxis-Straße

 

X mit Grünordnungsplan

dient der Deckung dringenden Wohnbedarfs O ja O nein

O Satzung über den Vorhaben und Erschließungsplan

O Sonstige Satzung

X Frist für die Stellungnahme bis 29. Juni 2004 (§ 4 BauGB)

O Frist: 1 Monat (§ 2 Abs. 4 BauGB-MaßnahmenG) bis 08.Mai 2006

 

 

Träger öffentlicher Belange

 

 

 

Bund Naturschutz in Bayern e.V.

 

Name / Stelle des Trägers öffentlicher Belange (mit Anschrift und Tel. Nr.)

Kreisgruppe Starnberg; Hauptstr. 20, 82234 Weßling Tel.: 08153 / 98 43 86

starnberg@bund-naturschutz.de

(Geschäftszeiten: Di 9.30 bis 12.00 Uhr)

 

O keine Äußerung

 

D Ziele der Raumordnung und Landesplanung, die eine Anpassungspflicht nach §1 Abs. 4 BauGB auslösen

 

 

 

 

 

 

O Beabsichtigte eigene Planungen und Maßnahmen, die den o.g. Plan berühren können, mit Angabe des Sachstands

 

 

 

 

 

 

 

-2-

Einwendungen mit rechtlicher Verbindlichkeit aufgrund fachgesetzlicher Regelungen, die im Regelfall in der Abwägung nicht überwunden werden können (z. B. Landschafts- oder Wasserschutzgebietsverordnungen)

 

X Einwendungen : Vorlage eines fehlerhaften Grünordnungsplanes

1. Die Kartierung des Baumbestandes („Vegetationsstrukturen“) enthält zahlreiche Fehldeklarationen und Fehlbestände, die dem Gebiet mit seinen zahlreichen, historischen Baumzeugen der Villen- und Gartenkultur des letzten und vorletzten Jahrhunderts nicht gerecht wird. Besonders eklatant ist u.a. die Fehlbenennung unter Nr. 37 des wohl bedeutendsten und größten Mammutbaumes (Sequoiadendron giganteum) am Starnberger See als Sicheltanne (s.a. Naturdenkmalsliste des Landratsamtes Starnberg). Der Bund Naturschutz hat die Baumliste, so weit die Grundstücke von der Straße her einsichtbar sind, weitmöglichst berichtigt und zum Teil auch vervollständigt, da etliche bedeutende Hang- und Ortsbild prägende Bäume des historischen Villenviertels nicht verzeichnet waren (s. Anlage!).

2. Die hellgrüne Baumsignatur mit inliegendem Dreieck fehlt in der Legende (festzusetzende Neupflanzungen ????) und ist zu ergänzen.

 

 

 

 

 

X Rechtsgrundlagen: BnatSchG und BayNatSchG in Verbindung mit der Eingriffsregelung des BauGB

 

 

 

 

O Möglichkeiten zur Überwindung (z. B. Ausnahmen oder Befreiungen)

 

 

 

 

X Sonstige fachliche Informationen und Empfehlungen aus der eigenen Zuständigkeit zu dem o. g. Plan,

gegliedert nach Sachkomplexen, jeweils mit Begründung und ggf. Rechtsgrundlage

Erhebliche Bedenken bestehen:

1. bei der Ausweisung von Tiefgaragen, da diese stets eine akute Gefährdung und Schädigung des Baumbestandes bedeuten (Abgrabungen, Wurzel- und Kronenschädigungen, Störungen des Wasserhaushaltes). Oberirdische Stellplätze sind in diesem Fall vorzuziehen, da ja ohnehin nur eine „angemessene“ Bebauung angestrebt wird.

2. bei der Bebauung der bisher als Grünfläche genutzten Fläche unterhalb der sog. Pfistervilla, da die durchgrünte Struktur der Höhenbergsiedlung an dieser Stelle erheblich eingeschränkt würde.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ort, Datum Unterschrift, Dienstbezeichnung