09.02.2006 Bebauungsplan „Gewerbegebiet Höhenrain“

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

wir danken für die Übersendung der Unterlagen zur Beteiligung am o. g. Verfahren. Der Bund Naturschutz, vertreten durch die Kreisgruppe Starnberg, gibt dazu folgende Stellungnahme ab.

 

Wir erkennen an, dass die jetzige Version auch deshalb in Angriff genommen wurde, um weiterreichende Pläne einzudämmen, weil schon einmal eine wesentlich größere Fläche als Gewerbegebiet angedacht war. Aber die geplante und die schon vorhandene Bebauung liegen im Einzugsbereich des Lüßbachs, also in einem sensiblen Bereich mit den dazugehörenden Feuchtflächen, und die Nr. 4, 8, 18 ,20 liegen, das kann man den Karten für die Eingriff- / Aus-gleichsermittlung entnehmen, in amtlich kartierten Biotopen. Deshalb müssen die Ausweisungen differenziert bewertet werden:

- Nr. 4, die auf einer stark degradierten Fläche liegt und eine Lücke zwischen bestehender Bebauung füllt, ist unserer Meinung nach tolerierbar.

- Nr. 8 hat zwar eine hohe „Beeinträchtigungsintensität“, ist aber auch ein Lückenfüller und bei entsprechenden Ausgleichmaßnahmen ebenfalls gerade noch tolerierbar; vor allem, wenn darauf geachtet wird, dass die neben dem Gebäude verbleibende Grundstücksfläche nicht versiegelt wird.

- Anders sieht es mit den Nummern 18, 20 und 22 aus. Sie liegen auf einer extensiv genutzten Feuchtfläche, die ebenfalls als amtliches Biotop kartiert ist, und haben eine hohe „Beeinträchtigungsintensität“. Auch sprechen orts-planerische Gründe gegen eine Bebauung an dieser Stelle. Sie füllt keine Lücke, sondern versperrt den Grünkorridor, der sich in Richtung Lüßbach zieht. Hinzu kommt noch, dass das exponierte, außen liegende Gebiet Nr. 22, mit einer GRZ von >0.35 geplant ist, also größer als die innen liegende Nummern 18 und 17.

 

Der BN fordert daher, die Nummern 18, 20 und 22 – trotz vorgesehener Aus-gleichsmaßnahmen - aus der geplanten Bebauung herauszunehmen und die Ausgleichsflächen auch wirklich in Text- oder Kartenform zu benennen.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

Günter Schorn

Kreisvorsitzender