Flächenversiegelung

Spektakuläre Aktion der Bund Naturschutz Ortsgruppe Wörthsee gegen die geplante Umgehungsstraße Weßling 

Bayern wird asphaltiert, betoniert, begradigt, zersiedelt, zerstückelt, verbraucht. Der galoppierende Landverbrauch ist derzeit das größte ungelöste Umweltproblem in Bayern und Deutschland. In Bayern werden im Augenblick 17 Hektar Fläche pro Tag für Wohn, -Gewerbe- und Verkehrsflächen ausgewiesen.

Der Bund Naturschutz hat im Rahmen seiner Aktion am 4. Juni 2005 auf der geplanten Trasse den Problemkreis Umgehungsstraße Weßling und seine Folgen aufgegriffen.

Mit der geplanten Umgehungsstraße Weßling werden weitere 2,7 Hektar lebendige Natur zugeteert (nach Erläuterungsbericht zum Planfeststellungsverfahrens des Straßenbauamt Münchens kommt es zum Totalverlust aller Bodenfunktionen ) und damit eine einmalige und intakte wunderschöne Landschaft, ein einzigartiger Lebens- und Naherholungsraum zerstört. Die Umgehungsstraße bedroht auch das Trinkwasserschutzgebiet des größten Brunnens der Gemeinde Wörthsee.

Auf einer Wiese wurde eine Fläche von 250 Quadratmetern mit den realen Maßen der künftigen Straßenbreite eindrucksvoll und symbolisch mit einer Folie versiegelt und damit auf die Größe des Flächenverbrauch in zwei Minuten in Bayern hingewiesen. Diese 2 Minuten lang gedachten die Teilnehmer schweigend der ständig stattfinden Zerstörung. Darüber hinaus war der gesamte künftige Streckenverlauf markiert, das gab einen optischen Eindruck über das Ausmaß des Landschaftsverbrauchs.

Etwa 70 Leute hatten sich eingefunden, darunter viel Kinder.

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