Insektenhotel

Insktenhotel Infos:

 

-  Ein Insektenhotel ist ein künstlich geschaffene Nist- und Überwinterungshilfe für Insekten

-  Seit den 90iger Jahren findet sie zunehmend Verbreitung bei naturnahen Gärtnern und in der Schulbiologie

-  Erste Wildbienenkästen wurden bereits im 19. Jahrhundert von Privatleuten in England gebaut
=> dienten zur Beobachtung

-  Insektenhotels gibt es in verschiedenen Größen mit unterschiedlichen Ausstattungen

-  Der Begriff „Insektenhotel“ entstand in Anlehnung an das hausartige Erscheinungsbild mit Dachkonstruktionen

 

Motivation und Nutzen:

-  Intensive menschliche Eingriffe in Naturlandschaft
=> viele natürliche Insektenlebensräume z.B. offene Lehmtrockenhänge oder Totholz nur noch eingeschränkt vorhanden

-  Auch im Garten helfen Hummeln, Wildbienen,..durch Bestäubung und als kostenlose biologische Schädlingsbekämpfer

-  Die durch Insektenhotels geförderten Arten stehen zum Teil auf der Roten Liste (viele Wildbienen)

-  Sie dienen aber auch zu Lehrzwecken z.B. für die breite Öffentlichkeit bei Gartenschauen, in Parkanlagen oder Schulen

 

Materialien und Bauweise:

-   Bestehen fast ausschließlich aus Naturmaterialien (Holz, Stroh, Heu, Baumrinde,..)

-  Zur Befüllung werden durchlöcherte Bachsteine, Terrakotta-Blumentöpfe, Metalle zur Befestigung und eventuell als vorgespanntes Drahtgitter zum Schutz vor Vögeln

-  Wichtig ist, dass die Füllmaterialien trocken und alle Hölzer frei von chemischen Holzschutzmitteln sind

-  Die Löcher dienen als Brutröhren

-  Ihre Einflugöffnungen müssen sauber herausgearbeitet sein, damit die Insekten sie annehmen

-  Einige Arten nehmen nur Röhren in schon abgelagertem „verkautem“ Holz an

-  Lücken zwischen den verschiedenen Füllmaterialien werden am besten mit Heu, gebündelten Stöcken, kleinen Steinen oder Lehm gefüllt
=> So bleibt keine Stelle im Gefache ungenutzt, und die Durchzugsauskühlung einzelner Elemente im Winter wird stark verringert

 

Standortwahl:

-  Idealer Standort = gleichzeitig vollsonnig und witterungsgeschützt

=> Wärme vorhanden + Schutz vor Wind und Niederschlägen

-  In relativer Nähe sollten möglichst viele Kräuter, blütenreiche Wildpflanzen vorkommen, um den Nahrungsbedarf der Insekten abzudecken

-  Die Einflugschneise für die Tiere sollte an der wetterabgewandten Seite liegen und für die Tiere gut sichtbar sein

-  Ideal = wenn in einem der Gefache oder in der Nähe am Boden ausreichend Lehm, Sand und Wasser angeboten wird

 

Literatur:

-  Wolf Richard Günzel: Das Insektenhotel. Naturschutz erleben. – Bauanleitungen, Tierporträts, Gartentipps. Pala-Verlag, Darmstadt 2007, 3. Aufl., ISBN 978-3-89566-234-8

-  Wolf Richard Günzel: Das Wildbienenhotel. Naturschutz im Garten. Pala-Verlag, Darmstadt 2008, 1. Aufl., ISBN 978-3-89566-244-7

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Insektenhotel

 

Bauanleitungen:


http://www.schulgarten.ch/texte/Insektenhotel_A52.pdf
DLR-Bauanleitung
http://www.naturkosmetik.l-seifert.de/insektenhotel.php

Abbildungen und Links zu 4 verschiedenen Bauweisen:

http://www.naturkosmetik.l-seifert.de/bauplan.php


1. Bauplan Insektenhotel Spitzdach:
http://www.naturkosmetik.l-seifert.de/bauplan/insektenhotel-bauplan.pdf


2. Bauplan Insektenhotel Flachdach:
http://www.naturkosmetik.l-seifert.de/bauplan/wildbienenhotel-bauplan.pdf


3 Bauplan Insektenhotel Kantholtz:
http://www.naturkosmetik.l-seifert.de/bauplan/bienenhotel-bauplan.pdf


4. Bauplan Insektenhotel Holzblock:
http://www.naturkosmetik.l-seifert.de/bauplan/bauplan.pdf
http://www.werkzeug-und-heimwerken.de/bauanleitung-insektenhotel
Brennpunkt Nisthilfen


5. Bauanleitung für einen Florfliegenkasten:
Man benötigt nur einen Holzkasten mit Deckel, entweder selber bauen oder kaufen, und befüllt diesen mit Holzwolle oder Stroh.
In den Deckel kommen Schlitze von ca. 0,5 cm, durch welche die Florfliegen in den Nistkasten gelangen. Wer möchte, malt die Vorderseite mit roter Farbe an, da diese die Tiere anlockt.
(Siehe Bild oben)

Details des Insektenhotels: