Schutz und Hilfe für den Igel

Aus dem BN-Ökotipp »Schutz und Hilfe für den Igel«

Wo lebt der Igel?

  • In Hecken, Feldgehölzen, an Waldrändern, Brachflächen und lichten Mischwäldern
  • Zunehmende Zerstörung seines Lebensraumes durch Rodung von Hecken, intensive Landnutzung und Durchschneidung von Straßen
  • Der Igel wird in Siedlungsgebiet, Parks und Gärten gedrängt
  • Der Tag wird in Tagesnestern unter Sträuchern und Laubhaufen verbracht
  • Was frisst der Igel?
  • Am liebsten Käfer, Asseln, Würmer und Schnecken
  • Aber auch Eier, kleine Wirbeltiere
  • Zur Winterschlafvorbereitung gerne Samen Nüsse, Beeren und Fallobst

Wie überwintert der Igel?

  • Im Sommer frisst er sich eine Fettschicht als Nahrungsvorrat und Kälteschutz für den Winter an.
  • In seinem Winternest verbringt er den Winterschlaf
  • Während des Schlafes werden die Körperfunktionen auf ein Minimum herabgesetzt: Die Körpertemperatur sinkt von 35°C auf 6°C herab, das Herz schlägt langsamer und die Atemzüge sinken von 50 auf vier pro Minute.
  • Der Winterschlaf beginnt Mitte November
  • Während des Winterschlafes verliert er 15 – 40% seines Körpergewichts
  • Sobald im Frühjahr die Temperatur ein seinem über 15°C ansteigt, wacht der Igel auf.

Gefahren:

  • Hauptgefahr ist das Auto!
  • Gifteinsatz gegen seine Beutetiere
  • Baugruben, Gräben, Kellerschächte sind gefährliche Fallen!
  • Immer abdecken oder Ausstiegshilfen bieten!

Igelschutz:

  • Der Igel sucht sich gerne in eurem Garten Unterschlupf, deshalb:
  • Lasst Laub, Gestrüpp, Geäst und Zweige in einer Gartenecke liegen!
  • Bietet Höhlräume wie Steinhaufen, Holzstoß oder Gartenhäuschen als Winterquartier
  • Falls ihr dem Igel Futter bieten möchtet: es eignet sich Hunde- und Katzenfutter, Rührei (aber ungewürzt!), Rosinen, Nüsse oder Äpfel.

Wichtig: Igel niemals mit Kuhmilch füttern!
Sie können diese nicht verdauen, was zu Verdauungsproblemen
und Durchfall führt.

 

  • Um das Futter vor ungebetenen Gästen zu schützen, kann man ein Liste mit einem kleinen Eingang über das Futter stellen.

Generell gilt:

  • Überwintert gesunde Tiere nicht im Haus, sondern lasst sie draußen!
  • Schafft Winterquartiere im Garten
  • Füttert notfalls draußen zu
  • Solltet Ihr doch in eine Notlage kommen, den Igel zu überwintern, wendet euch an eine Igelstation oder Tierschutzverein in Eurer Nähe!

Des Weiteren zu diesem Thema ein Zeitungsartikel aus dem Parsberg Echo vom 08.11.2006  "Wann Igel wirklich Hilfe brauchen"

Foto des Igels auf dieser Seite: Frank Hollenbach | www.pixelio.de