Der Riesenbärenklau

Der Riesenbärenklau (Apiaceae: Heracleum mantegazzianum) ist eine weißlich blühende Pflanze aus der Familie Doldenblütler und stammt ursprünglich aus dem westlichen Kaukasus. Diese Art stellt in Deutschland eine problematische, invasive Pflanzenart dar, da sie phototoxisch wirkende Pflanzensäfte produziert, die bei Sonneneinstrahlung heftige Verbrennungserscheinungen auf der menschlichen Haut hervorrufen.

Vorsicht! Kinder und ihre Eltern sollten besonders vorsichtig sein und gewarnt werden, was den Riesenbärenklau betrifft, um medizinische Probleme zu vermeiden.

Die Pflanze wurde um 1890 nach Europa eingeführt, hierzulande auch von Menschen angesät (als Zier- und Trachtpflanze) und erreicht eine Wuchshöhe von bis zu drei Metern.

Der Riesenbärenklau kann dichte Bestände mit großen Einzelpflanzen bilden, wobei zwischen 20.000 und 30.000 Samen pro Pflanze entstehen können, die bis zu drei Tage lang schwimmfähig sind und so auch neue Lebensräume über große Distanzen hinweg erreichen können.

Bekämpfungsmaßnahmen gegen diese Pflanzenart sind im Landkreis Starnberg und im Umland angebracht, sollten aber nur von Fachpersonal durchgeführt werden, das entsprechend ausgerüstet ist. Notwendig sind unter anderem dichte Schutzkleidung (Overall), Handschuhe, Staubmasken, Schutzbrillen/Schutzhelme mit Visier und das Arbeiten zu günstigen Zeitpunkten (zum Beispiel bei bewölktem Himmel).

Der Vegetationskegel des Riesenbärenklaus muss unbedingt nach einer Mahd mit einem Spaten abgestochen werden, damit ein späteres Austreiben der Pflanze verhindert wird.

Anschließend ist eine sofortige und gründliche Reinigung der verwendeten Werkzeuge, der Kleidung und vor allem der Haut absolut notwendig, um spätere Auswirkungen auszuschließen, da die menschliche Haut die gefährlichen Substanzen absorbieren kann und somit auch die inneren Organe des Menschen erreicht werden können.

 

Bitte melden Sie Standorte dieser Pflanze

Sollte in Ihrer Region (innerhalb des Landkreises Starnberg!) der Riesenbärenklau vorkommen, so informieren Sie bitte (1) die Kreisgruppe Starnberg und (2) das Landratsamt Starnberg.

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

Text und Photos von Diplom-Biologe Michael J. Stiegler,
BN-Ortsgruppe Berg, Telefon (08151) 3249

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